Musik, bewegende Gespräche, persönliche Geschichten und ganz viel Herz: Das Benefizkonzert „Herzen für Herzen“ im Kunstmuseum Bochum war für uns ein rundum gelungener Abend. Gemeinsam mit dem Bundesverband Herzkranke Kinder e. V. (BVHK) und vielen engagierten Beteiligten konnten wir auf die Situation herzkranker Kinder und ihrer Familien aufmerksam machen – in Deutschland und weltweit.
Das Kunstmuseum Bochum wurde an diesem Abend zu einem besonderen Ort der Begegnung. Die Akustik-Band „Second Choice“ sorgte für die musikalische Begleitung, durch das Programm führte Maria Wolf. Für humorvolle, aber gleichzeitig nachdenkliche Momente sorgte Kabarettist Christoph Sieber mit seinem satirischen Blick auf die Kindermedizin in Deutschland.
Auch medizinische und fachliche Perspektiven kamen nicht zu kurz: Sebastian Kahnt, Geschäftsführer des Bundesverbands Herzkranke Kinder e. V., und Prof. Dr. Thomas Lücke, Leiter der Kinderklinik Bochum, gaben Einblicke in die Situation herzkranker Kinder und ihrer Familien. Und auch unser Stifter Gerald Asamoah und Geschäftsführer Jens Conrad gaben spannende Einblicke in unsere Arbeit.
Herzkranke Kinder in Deutschland brauchen Unterstützung
Herzfehler gehören zu den häufigsten angeborenen Erkrankungen bei Kindern. Für die betroffenen Familien beginnt damit häufig ein langer Weg, der weit über die medizinische Behandlung hinausgeht.
Der BVHK macht auf die besonderen Bedürfnisse herzkranker Kinder und ihrer Familien aufmerksam und bietet Unterstützung, Beratung und Vernetzung. Für uns als Gerald Asamoah Stiftung ist dieses Engagement ebenfalls ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Mit unseren Familientagen schaffen wir beispielsweise gemeinsame Erlebnisse und Begegnungen für herzkranke Kinder und ihre Familien. Wir möchten ihnen zeigen, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht allein sind, Gemeinschaft erleben können und trotz ihrer Herzerkrankung Freude und unbeschwerte Momente möglich sind. Der Benefizabend hat deshalb auch gezeigt, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse herzkranker Kinder sichtbar zu machen – und gemeinsam Unterstützung zu organisieren.
Ein weiterer besonderer Schwerpunkt des Abends war auch unsere Arbeit in Ghana. Dabei ging es um die Kinder, die wir gemeinsam mit unseren medizinischen Partnern behandeln können, aber auch um die Herausforderungen vor Ort. Denn während herzkranke Kinder in Deutschland auf eine hochentwickelte medizinische Versorgung zurückgreifen können, fehlt es in Ghana vielerorts bereits an grundlegenden Möglichkeiten zur Diagnostik und Behandlung.Unsere Herzmissionen setzen genau hier an: Gemeinsam mit medizinischen Teams ermöglichen wir dringend notwendige Untersuchungen und Operationen und geben Kindern damit eine Chance auf ein möglichst gesundes und selbstbestimmtes Leben.
Gerald Asamoah konnte dabei auch aus eigener Erfahrung erzählen, wie sehr eine Herzerkrankung das Leben eines Kindes und einer Familie verändern kann – und warum es ihm persönlich so wichtig ist, anderen herzkranken Kindern zu helfen.
Besonders gefreut hat uns die offene und herzliche Atmosphäre des Abends. Es wurde gelacht, aufmerksam zugehört, diskutiert und über ganz unterschiedliche Aspekte der Arbeit für herzkranke Kinder gesprochen. Vor allem aber wurde deutlich: Wir können viel bewegen, wenn wir unsere Kräfte bündeln.
Die Erlöse des Benefizabends fließen deshalb in ein gemeinsames Projekt von BVHK und Gerald Asamoah Stiftung: Im Frühjahr 2027 soll voraussichtlich ein gemeinsames Fußball-Feriencamp für herzkranke Kinder stattfinden. Damit möchten wir Kindern ein besonderes Erlebnis ermöglichen – mit Bewegung, Fußball, Gemeinschaft und vor allem ganz viel Spaß. Ein Ort, an dem nicht die Herzerkrankung im Mittelpunkt steht, sondern das Kind.
Wir bedanken uns bei allen, die diesen besonderen Abend möglich gemacht und mit uns gemeinsam ein Zeichen für herzkranke Kinder gesetzt haben – bei den Künstler:innen, unseren Gesprächspartner:innen, unseren Partnern, den Gästen und allen Unterstützer:innen. Denn jedes herzkranke Kind verdient nicht nur die bestmögliche medizinische Versorgung, sondern auch die Chance auf Gemeinschaft, Lebensfreude und eine unbeschwerte Kindheit.