BILD-Herzgifpel: Gerald Asamoah spricht über seinen Weg mit HCM

Herzkrankheiten können unsichtbar sein – und gerade deshalb werden sie häufig unterschätzt. Gerald Asamoah weiß das aus eigener Erfahrung. Seit seiner Kindheit lebt er mit einer hypertrophen Kardiomyopathie (HCM), einer genetisch bedingten Herzmuskelerkrankung.

Beim BILD-Herzgipfel in Berlin, bei dem rund 100 Expertinnen und Experten aus Forschung, Gesundheitswesen und Politik zusammenkamen, sprach Gerald Asamoah über seinen persönlichen Lebensweg und darüber, was es bedeutet, als junger Mensch mit einer möglicherweise lebensverändernden Herzdiagnose konfrontiert zu werden. Alles im Rahmen des gemeinsame Panels „HCM – eine Herzkrankheit, die man kennen muss“ mit Prof. Monica Otten, Johannes B. Kerner und Sarah Majorczyk von BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“.

Zwischen Diagnose und Fußballplatz

Für Gerald Asamoah war die Diagnose Ende der 1990er-Jahre ein einschneidender Moment. Dass er anschließend wieder auf den Fußballplatz zurückkehren konnte, war damals keineswegs selbstverständlich.

Heute ist die Medizin deutlich weiter. Dennoch werden HCM und andere genetische Herzerkrankungen noch immer unterschätzt – und viele Betroffene und ihre Familien stehen nach einer Diagnose vor großen Fragen und Unsicherheiten.

Gerald Asamoah ist dabei bewusst kein medizinischer Experte. Er kann und will nicht beurteilen, ob ein Kind mit einem bestimmten Herzfehler Fußball spielen darf. Was er jedoch kann, ist aus eigener Erfahrung berichten: über Ängste und Zweifel, über den Umgang mit einer Diagnose und darüber, wie man nach einem solchen Einschnitt wieder Mut und Hoffnung finden kann.

Aus einer persönlichen Erfahrung entsteht Hilfe für andere

Gerade diese Erfahrungen sind ein wichtiger Teil der Geschichte unserer Stiftung. Aus Gerald Asamoahs eigener Lebensgeschichte ist die Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder entstanden.

Seit vielen Jahren setzen wir uns dafür ein, herzkranken Kindern und ihren Familien zu helfen, ihnen Mut zu machen und ihnen Perspektiven zu eröffnen. Gleichzeitig möchten wir dazu beitragen, dass angeborene und genetische Herzerkrankungen stärker wahrgenommen und besser verstanden werden. Für uns ist klar: Herzgesundheit braucht Aufmerksamkeit. Je besser über Herzerkrankungen aufgeklärt wird, desto eher können Betroffene und ihre Familien die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.

Wir freuen uns, unseren Beitrag dazu leisten zu können – mit Aufklärung, Engagement und vor allem mit der persönlichen Geschichte von Gerald Asamoah, die zeigt: Eine Diagnose muss nicht das Ende bedeuten. Sie kann auch der Beginn von etwas Neuem sein.